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05. September 2018

SPD-Offensive für den Wohnungsbau in Overath

Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Guter Wohnraum darf kein Luxusgut sein. Gutes, klimagerechtes und bezahlbares Wohnen, ein attraktives, generationengerechtes Wohnumfeld, die Anbindung an eine funktions- und leistungsfähige Infrastruktur und eine ausreichende Nahversorgung sind wichtige Grundlagen für Menschen in allen Lebenslagen und Lebensphasen. Eine zentrale Zukunftsfrage für die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden ist die Schaffung und Sicherung einer hohen Wohn- und Lebensqualität. Sie ist demzufolge ein Grundpfeiler sozialdemokratischer Wohnungspolitik. Die „Regionale Wohnraumbedarfsanalyse für den Rheinisch-Bergischen Kreis 2017“ des empirica-Instituts zeigt einen hohen Bedarf sowohl an günstigen Mietwohnungen als auch an Baugrundstücken zur Errichtung von Eigenheimen im Gebiet von Overath und Rösrath, alleine schon um den aktuellen demografischen Entwicklungen entgegenzuwirken. Wohnraum muss demnach stetig neu geschaffen werden, um die Bevölkerungszahl der Stadt konstant zu halten und insbesondere ihre Attraktivität für Familien mit Kindern zu erhalten. Es geht dabei also nicht um ein Bevölkerungswachstum, sondern um eine behutsame, aber aktive Gestaltung und Stabilisierung der Entwicklung Overaths.
Zur Deckung des aktuellen und prognostizierten Bedarfs an Wohnungsbau in der Stadt Overath hat daher die SPD-Fraktion verschiedene Maßnahmen im Rat beantragt.
Dazu gehört, dass die Wohnungsbaugenossenschaft Overath e. G. (WBG) aufgefordert wird, ihrem satzungsgemäßen Zweck einer „guten, sicheren und sozial verantwortbaren Wohnungsversorgung“ nachzukommen, da diese aufgrund des aktuellen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum in Stadtgebiet derzeit nur noch eigeschränkt gegeben ist. Dazu muss sich die WBG mit dem genauen Wohnraumbedarf im Stadtgebiet auseinandersetzen, und unter Nutzung aktueller und in Kürze deutlich verstärkter Förderprogramme des Bundes zusätzliche Mietwohnungen zu schaffen. Dabei unterstützt sie die Stadt Overath dabei, geeignete Baugrundstücke in städtischem oder privatem Besitz zu finden. Aktuell käme hier z. B. das Gelände der früheren Hauptschule auf dem Klarenberg in Frage, das sich teilweise in städtischem Besitz befindet. Als weitere Maßnahme zur Deckung des Bedarfes an Grundstücken für den Eigenheimbau ist die Aufstellung und Fertigstellung eines Baulückenkatasters unabdingbar. Da in diesen Fällen die bereits vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann, ist eine Nachverdichtung sehr sinnvoll und kostengünstig. Dies
setzt allerdings die Bereitschaft des jeweiligen Eigentümers für einen Verkauf oder Eigennutzung als Baugrund voraus.
Um aber im Bereich des Eigenheimbaus auch langfristig eine Bedarfsdeckung zu erreicht, muss die Verwaltung auch entsprechende Bauprojekte in Eigenregie durchführen. In der Vergangenheit konnte dies bereits durch die stadteigene SEGO GmbH z. B. in Kreutzhäuschen oder im Overather Auenbogen sehr erfolgreich durchgeführt werden.
Als jüngstes Projekt ist hier die Bebauung einer Fläche in Rappenhohn mit ca. 25 Häusern von der SEGO in Angriff genommen worden. Wie die hohe Zahl an Bewerbern mit über 90 Interessenten für die 25 Grundstücke zeigt, ist
der Bedarf von jungen Overather Familien an solchen Flächen enorm.
Der Rat der Stadt Overath hat die Möglichkeit genutzt, eine Wiese in Rappenhohn zu kaufen, damit dort 25 junge Familien bauen können. Als verantwortliche Politikerinnen und Politiker haben sich die demokratisch gewählten Ratsvertreter der SPD-Overath für diese Bebauung entschieden.
Hier gilt es zwischen den Interessen junger Familien, die händeringend Wohnraum suchen und den Interessen der benachbarten Bürgerinnen und Bürger, die einst selbst Wohngrundstücke in Overath gefunden haben,
abzuwägen.
Manfred Meiger
Pressesprecher

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